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ExxonMobil Central Europe 2009: Hohe Investitionen trotz gesunkenem Ergebnis Bei einem Umsatz von 10,7 Milliarden Euro erwirtschaftete ExxonMobil Central Europe Holding GmbH im Jahr 2009 ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis von 74 Millionen Euro nach Steuern. Das zeigen die heute veröffentlichten Unternehmenskennzahlen der in Hamburg ansässigen Gesellschaft. Damit ist der Überschuss gegenüber Vorjahr um rund 600 Millionen Euro gesunken. Dabei waren die Geschäftsbereiche unterschiedlich stark von der konjunkturellen Entwicklung betroffen. Investitionsschwerpunkt: Versorgungssicherheit Von diesem Ergebnis unbeeindruckt zeigte sich das Investitionsvolumen der ExxonMobil stabil: Es lag mit 185 Millionen Euro nur vier Prozent unter den Vorjahresaufwendungen. "Dank unseres langfristigen Ansatzes, unserer disziplinierten Vorgehensweise und unseres robusten Portfolios können wir unsere hohe Investitionstätigkeit relativ unbeeinflusst von wirtschaftlichen Krisen und Zyklen beibehalten", erläutert Gernot Kalkoffen, Vorstandsvorsitzender von ExxonMobil die gesteigerte Investitionsrate. "Im Vorjahr beliefen sich die Investitionen auf keine 30 Prozent des Jahresüberschusses, während sie im Berichtsjahr das Zweieinhalbfache des Ergebnisses übersteigen. Wir mussten angesichts der konjunkturellen Lage kein Vorhaben streichen." Über 80 Prozent der Investitionen wandte ExxonMobil auf für die Erdgasproduktion sowie die Suche und Erschließung neuer Vorkommen in Deutschland. Im Jahr 2009 wurden sieben neue Bohrungen abgeteuft, so dass das Unternehmen nun insgesamt 230 Gasbohrungen im Inland betreibt. Die Ausgaben zur Förderung der verbrauchsnahen Produktion sind ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Sicherung der Energieversorgung und eine Grundlage für wirtschaftliches Wachstum bei geringstmöglicher Umweltbelastung. "Zur Erreichung dieses Ziels müssen alle Energieträger ihren Beitrag leisten", fordert Kalkoffen. "Aber einen messbaren Beitrag für das Klima können wir in den nächsten 20 Jahren nur durch den verstärkten Einsatz von Erdgas bei der Stromerzeugung erreichen: Beim Verbrennen wird weniger CO2 freigesetzt als bei Kohle oder Öl. Außerdem ist es auch wirtschaftlich und stärkt damit den Industriestandort Deutschland." Vor diesem Hintergrund unternimmt ExxonMobil zusätzliche Anstrengungen, um mit neuen Methoden im Inland unkonventionelles Gas zu produzieren. Schwieriges Erdgasgeschäft Als Saldo von reduziertem Industrie- und privatem Mehrverbrauch war der Erdgasabsatz gegenüber Vorjahr um zwei Prozent gesunken. Von den 12,7 Milliarden Kubikmetern stammte rund die Hälfte aus deutscher Produktion, für die ExxonMobil überwiegend an das Land Niedersachsen 349 Millionen Euro Förderabgaben entrichtete. Unter Einbeziehung der Lieferungen von Schwestergesellschaften erhöhte sich die Eigenproduktion innerhalb des Konzerns für Deutschland auf 61 Prozent. Die restlichen 39 Prozent wurden von westeuropäischen Drittlieferanten bezogen. ExxonMobil hat damit eine stabile Versorgungsstruktur geschaffen. Allerdings betrug das Ergebnis nur knapp zwei Fünftel des Vorjahrs. Ein Grund dafür waren erhebliche Preiseinbrüche auf dem Gasspotmarkt. Außerdem erwies sich die Ölpreisbindung negativ wegen des internationalen Ölpreisverfalls. Dennoch trug das Erdgasgeschäft mit 75 Prozent zum operativen Ergebnis bei. Konjunkturflaute traf Mineralölgeschäft Die konjunkturelle Flaute sowie die Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz führten auch bei ExxonMobil zu einem Absatzrückgang im Ölgeschäft um 0,7 Millionen Tonnen auf sieben Millionen Tonnen. Verschiebungen in der Absatzstruktur bei den Mitteldestillaten zugunsten von Dieselkraftstoff sorgten dafür, dass vom Unternehmen gegenüber Vorjahr unverändert 3,1 Milliarden Euro Mineralölsteuer an den deutschen Staat durchgereicht wurden. Tanktourismus, verändertes Fahrverhalten, verbrauchsärmere Motoren und Dank der Abwrackprämie ein verjüngtes Durchschnittsalter des Fahrzeugsbestands bestimmten das Tankstellengeschäft. Der seit Jahren sinkende Kraftstoffverbrauch setzte seinen Abwärtstrend unbeirrt fort und machte auch vor den rund 1.150 Esso Stationen nicht halt. Der entsprechend unvermindert harte Wettbewerb im Inland führte im Tankstellengeschäft zu Preisen, die nicht immer kostendeckend waren, doch die Autofahrer brauchten im Vergleich zum Vorjahr weniger tief in die Tasche zu greifen: Im Schnitt kosteten ein Liter Benzin 1,28 Euro inklusive 86 Cent Mineralöl- und Mehrwertsteuer und ein Liter Diesel 1,09 Euro inklusive 65 Cent Steueranteil gegenüber 1,40 Euro beziehungsweise 1,34 Euro - ebenfalls versteuert - im Jahr 2008. Die niedrigeren Preise spiegelten die Entwicklungen auf den internationalen Märkten wider, die insbesondere im ersten Halbjahr schwache Notierungen zeigten. Interessanterweise kam es gerade während der Urlaubszeiten im Inland zu deutlichen Preisabsenkungen, was erneut belegt, dass sich ein Weltmarkt nicht an den Schulferien in deutschen Bundesländern orientiert, sondern anderen Kräften unterliegt. In Rotterdam überstiegen die Notierungen für Diesel während des gesamten Jahres die Einkaufskonditionen für Benzin, was im Inland durch die unterschiedlich hohen Mineralölsteuersätze abgefedert wurde. Im Gegensatz zu den teilweise unbefriedigenden Margen im Kraftstoffverkauf zeigten die Investitionen in neue Shopkonzepte Erfolge. Das Schmierstoffgeschäft wurde ausschließlich unter der Marke Mobil weiter entwickelt. Neue Produkte eroberten schnell den Markt sowohl bei den Ölen für Straßenfahrzeuge, Bau- und Landwirtschaftsmaschinen als auch für Windkraftturbinen. Für die Industrieschmierstoffe wurde ein Energieeffizienzlogo entwickelt, um die Möglichkeiten zur Kostensenkung beim Kunden anzuzeigen. Das Heizölgeschäft von ExxonMobil war gekennzeichnet durch hohe Füllstände zum Ende des Vorjahrs infolge des extremen Nachgebens der Börsennotierungen für Leichtes Heizöl. Sie erlaubten den Verbrauchern im Berichtsjahr nur Teilmengen zu kaufen. So war die Bevorratung in den privaten Haushalten am Ende des Jahres 2009 etwa gleich hoch wie an seinem Anfang. Chemiegeschäft litt unter Automobilindustrie Das Ergebnis aus der Vermarktung petrochemischer Produkte ging konjunkturbedingt gegenüber Vorjahr um zwei Drittel zurück. Das war vor allem die Folge des eingebrochenen Bedarfs in der Automobilindustrie an dem Sortiment, das teilweise am Betriebsstandort Köln hergestellt wird. Unverändert im Focus: Arbeitssicherheit Nicht nur weiterhin konsequent umgesetzt, sondern auch erweitert, hat das Unternehmen im Jahr 2009 seine Konzepte zur Arbeitssicherheit. 3.363 eigene sowie eine Vielzahl an Mitarbeitern von Auftragnehmern leisteten im abgelaufenen Kalenderjahr 12,2 Millionen Arbeitsstunden bei nur vier Unfällen mit Arbeitszeitausfall. Die Hamburger Unternehmenszentrale freute sich über das 16. unfallfreie Jahr in Folge und das Chemiewerk in Köln wurde für seine herausragenden Sicherheits- und Umweltschutzmaßnahmen ausgezeichnet mit einem Preis der globalen Chemical Company. Hamburg, den 11. Juni 2010 |
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