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Preis für Hamburger Privat Theater

Pegasus Preis 2000

Pegasus Preis 2000 - Allee Theater / Hamburger Kammeroper und Theater für Kinder

Am 24. September 2000 wurde der mit 75.000 DM dotierte Pegasus Preis für Hamburger Privattheater dem Allee Theater / Hamburger Kammeroper und dem Theater für Kinder für ihre Leistungen in der Spielzeit 1999/2000 verliehen. Jobst D. Siemer, Vorstandsvorsitzender der ExxonMobil Central Europe Holding GmbH, überreichte die Statuette mit dem goldenen Pegasus im Rahmen einer Matinee dem Geschäftsführer des Theaters, Uwe Deeken, und seiner Ehefrau Barbara Hass.

Dr. Christina Weiss, Hamburger Kultursenatorin, hatte zuvor in einem Grußwort die Preisvergabe kulturpolitisch beleuchtet. Monika Nellissen und Dr. Barbara Müller-Wesemann, als Vertreterinnen der unabhängigen Jury, würdigten die Leistungen der beiden Theater: Das Allee Theater sei ein "gelungenes Dauerexperiment", und das Theater für Kinder ziehe "in der Verknüpfung von musikalischen, traditionellen und unkonventionellen Kinderstücken" das Publikum von morgen heran. Uwe Deeken dankte für die Ehrung und gab zugleich bekannt, dass er das Preisgeld für die Händel-Oper 'Alcina' und die Uraufführung des Theaterstücks für Kinder und Erwachsene 'Der kugelrunde Roberto' von Susanna Tamaro verwenden wird. Mit dem künstlerischen Rahmenprogramm - Highlights aus den Produktionen beider Theater - begeisterten die jungen Künstler das Publikum.

Theater für Kinder - seit 1968
Die Idee, Hamburgs Kindern eine eigene Theaterwelt zu schaffen, die nicht nur zur Weihnachtszeit ihre Pforten geöffnet hält, sondern das ganze Jahr über Stücke moderner Autoren mit ausschließlich professionellen Künstlern darbietet, hatte am 27. Februar 1968 Premiere. Diese Unternehmung war damals ganz neu.

Das Haus machte sich als Uraufführungs-Theater schon bald einen Namen. Dem Innovativen verschrieben, setzte Uwe Deeken, Intendant des Hauses, am 4. September 1979 erneut einen sowohl künstlerischen als auch pädagogischen Meilenstein: die Uraufführung der Oper "Eine kleine Zauberflöte" nach Wolfgang Amadeus Mozart. Kindern eine Oper 'zuzumuten', galt damals bei vielen Pädagogen und Eltern als 'nicht kindgerecht'. Das experimentierfreudige Konzept des Konzerttheaters wurde auch auf Ballettproduktionen ausgeweitet.

Allee Theater / Hamburger Kammeroper - seit 1996
"Um erwachsen zu werden, brauchten wir fast 30 Jahre", sagt Uwe Deeken. So richtete am 1. November 1996 die deutsche Theaterwelt ihre Augen erneut auf die Hansestadt. In den Räumen des 'Theaters für Kinder' eröffnete ein zweites Theater - für Erwachsene. Als einzige private Kammeroper Europas widmet sich das Allee Theater schwerpunktmäßig dem Musiktheater des 16. bis 19. Jahrhunderts. Pro Spielzeit werden zwei Produktionen auf die Bühne gebracht, zumeist selten gespielte Werke bekannter Komponisten, die zuvor im eigenen Hause musikalisch bearbeitet und ins Deutsche übertragen werden.

Die Verwendung des Preisgeldes in der Spielzeit 2000/2001
Folgende Produktionen werden durch das Preisgeld gefördert: Zum einen Georg Friedrich Händels barocke Oper 'Alcina' (Premiere 1. November 2000), die Geschichte einer Zauberin, die Männer auf ihre verlassene Insel lockt, sie verführt und dann in Tiere, Steine, Bäume und Wellen verwandelt. Hinter diesem vermeintlich herzlosen Ungeheuer zeichnet Händel das Porträt einer verwundbaren Frau, die endlich zu lieben gelernt hat und daran letztlich zugrunde geht. Er erzeugt mit ergreifender Intensität eine Musik mit emotionaler Tiefe, mit der er diese phantastische Figur beschreibt, die sich in einen empfindsamen Menschen verwandelt.

Zum anderen die Uraufführung von Susanna Tamaros 'Der kugelrunde Roberto' (Premiere am 18. Februar 2001), ein Theaterstück für Kinder und Erwachsene, ein humorvolles Plädoyer für alle Runden und für die wagemutigen Träumer dieser Welt.





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