| Für die Spielzeit 2002/2003 wurde der mit 35.000 Euro dotierte Pegasus Preis von der unabhängigen Jury dem Ernst Deutsch Theater zugesprochen. Entscheidung der Jury Die Jury würdigte damit das Bemühen der Intendantin Isabella Vértes-Schütter das Profil des Theaters zu schärfen sowie ihre Risikofreude bei der Auswahl der Stücke. Herausgehoben wurden insbesondere 'Das Urteil von Nürnberg', 'Eines langen Tages Reise in die Nacht' sowie die Bühnen-Uraufführung 'Herbstsonate'. Überzeugt hat auch das Foyer-Programm, mit dem nicht nur Nachwuchsautoren, junge Regisseure und Schauspieler gefördert, sondern auch Jugendliche mit gesellschaftsrelevanten Themen angesprochen werden. Als geglücktes Wagnis bewertete die Jury die Präsentation der literarischen Reihe von Jan Philipp Reemtsma 'Paare Passionen'. Die Juroren zogen jedoch nicht nur die Inszenierungen und schauspielerischen Leistungen ins Kalkül, sondern sie erkannten auch bei Bühnenbild und Raumgestaltung eine Wende zu einem modernen, transparenten Präsentationsstil. Die Preisverleihung durch ExxonMobil wird am 6. Oktober 2003 stattfinden. Ernst Deutsch Theater Als Friedrich Schütter 1951 gemeinsam mit Wolfgang Borchert das 'Junge Theater' gründete, ging es vor allem darum, ein Forum für zeitgenössische Dramatik zu schaffen und eine Bühne, die sich der Nachwuchsförderung annimmt. Erste Spielstätte war die historische 'Brücke' in den Großen Bleichen. Von dort ging es 1952 in die neue Rabenstraße, 1956 in die Marschnerstraße und schließlich 1964 an die Mundsburg. Am 22. März 1973, dem vierten Todestag von Ernst Deutsch, wurde das 'Junge Theater' in 'Ernst Deutsch Theater' umbenannt. Das Haus, das seit dem Tod von Friedrich Schütter 1995 von Isabella Vértes-Schütter geführt wird, ist weit über Hamburg hinaus bekannt für seine lebendige Auseinandersetzung mit Gegenwart und Geschichte. |