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Nach Stilllegung der ehemaligen Mobil Raffinerie in Wörth am Rhein 1995 sollte das 120 Hektar große Grundstück saniert und verkauft werden. Die mit der Genehmigungsbehörde vereinbarten Sanierungszielwerte für Boden und Grundwasser lassen eine uneingeschränkte zukünftige Nutzung des Geländes zu. Das Raffineriemanagement und die Stadt waren bestrebt, den Standort weiterhin für Industrieansiedlungen bereit zu halten.
Kurz nach der Raffinerieschließung wurde die gesamte oberirdische Raffinerieanlage veräußert. Die Demontage und der Abtransport waren Ende Januar 2000 abgeschlossen. Das Grundstück wurde im Dezember 2000 an die Stadt Wörth verkauft, und die Bauarbeiten für eine zukünftige Papierfabrik haben bereits begonnen. Damit werden in der Region neue Arbeitsplätze geschaffen.
Seit Beginn des Jahres 2000 wurden auf dem Gelände sämtliche Fundamente, Befestigungen, unterirdische Kabel und Kanäle durch Mobil beseitigt. Damit ging eine umfangreiche Detailerkundung von Schadensbereichen einher. Hierfür wurden 800 Bohrungen mit 5.600 Bohrmetern niedergebracht und analysiert. Da die Kontaminationen ausschließlich organischer Natur sind, eignen sich für die Sanierung besonders biologische Verfahren. Sie beruhen auf der
Anregung der im Boden vorhandenen biologischen Aktivität durch Zugabe von Sauerstoff und Nährstoffen. Gemäß den Randbedingungen wird für jeden einzelnen Schadensbereich die optimale Methode oder auch eine Kombination verschiedener Verfahren angewandt. Die Sanierung des Werksgeländes wurde so weit vorangetrieben, dass die Bodensanierung im Bereich der Papierfabrik fertig gestellt ist und die Baumaßnahmen termingerecht beginnen konnten. Für das
verbleibende Gelände ist ein Sanierungszeitraum bis 2005 geplant.
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