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Der Kampf gegen einen leisen Killer

Roll Back Malaria Zambezi Expedition (www.zambezi-expedition.org)
Roll Back Malaria (www.rollbackmalaria.org)

Malaria tötet mehr Menschen als AIDS

Jede Sekunde stirbt ein Mensch in Afrika an Malaria. Damit fallen mehr als eine Million Menschen jährlich dieser Krankheit zum Opfer. Betroffen sind vor allem Schwangere und Kinder. Und: Malaria fordert mehr Opfer als AIDS, Tuberkulose oder Masern. Damit stellt die Krankheit nicht nur eine große Katastrophe für die Menschen in Afrika dar, sie ist auch eines der größten Hindernisse für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung dieses Kontinents. Wirtschaftsexperten schätzen, dass die Krankheit das Bruttosozialprodukt der Nationen im Malariagürtel jedes Jahr um zwölf Milliarden US-Dollar reduziert. Mithilfe der jüngsten medizinischen Fortschritte können in den Bereichen Prävention und Behandlung dieser Krankheit durchaus Erfolge erzielt werden. Ein Grund, warum immer mehr Regierungen, NGOs und gemeinnützige Organisationen den Kampf gegen Malaria unterstützen. Auch ExxonMobil engagiert sich hier stark.

Ein Stich kann tödlich sein

Malaria tötet mehr Menschen als AIDS

Malaria wird durch die winzige weibliche Stechmücke Anopheles auf den Menschen übertragen. Ein kleiner Stich des Tieres kann tödlich sein. Dabei gelangt der Krankheitserreger über den Speichel der Mücke in das menschliche Blut. Insgesamt gibt es vier unterschiedliche Malariaerreger (einzellige Organismen namens Plasmodien), die beim Menschen die lebensbedrohlichen Erkrankungen hervorrufen. Die Gattung Plasmodium falciparum ist die gefährlichste, denn sie löst die gefürchtete Malaria tropica aus, die verantwortlich ist für die Hälfte der Malariaerkrankungen und für 95 Prozent aller tödlich verlaufenden Malariafälle.

Der typische Krankheitsverlauf sieht so aus: Der Parasit wandert in die Leber, wo er sich innerhalb von ein bis zwei Wochen sehr schnell vermehrt. Die infizierte Person bemerkt zunächst bis auf einige grippeähnliche Symptome nichts davon. Das ändert sich grundlegend, sobald der Parasit seinen vorübergehenden Aufenthaltsort verlässt, die roten Blutkörperchen seines Wirtes infiziert und in den Blutkreislauf gelangt. Der Erreger verursacht in den Blutzellen eine Art „klebriger“ Ausbuchtungen, die sich zusammenballen und an den Arterienwänden haften bleiben. Bilden sich diese größeren Klumpen, wird die Durchblutung gestört und damit auch die Versorgung von vitalen Organen wie Gehirn oder Lunge mit Nährstoffen und Sauerstoff. Das Opfer bekommt Kopf- und Muskelschmerzen, gefolgt von wiederkehrenden Fieberschüben. Dringt der Er­reger schließlich bis ins Gehirn vor, versagen vitale Funktionen bis das Opfer ins Koma fällt und stirbt. So kann es vorkommen, dass ein gesunder Mann morgens noch sein Feld bewirtschaftet, am Abend jedoch schon dem Tode nah ist.

Wundermittel wirken

In den vergangenen Jahren sind eine ganze Reihe von Malariatherapeutika entwickelt worden. Das aus der Rinde des Cinchona Baumes gewonnene Chinin war das erste Malariamittel und kam Anfang des letzten Jahrhunderts auf den Markt. Das Medikament hatte jedoch einige Nachteile, denn es wirkte nur eine sehr kurze Zeit, und bei übermäßiger Einnahme konnte es schwere Nebenwirkungen haben, wie etwa den Verlust des Hörvermögens.

In den 40er Jahren wurde das erste synthetische Medikament gegen Malaria entwickelt. Chloroquin war preiswert, sicher und bot einen lang anhaltenden Schutz gegen alle Formen von Malaria. Fast zeitgleich wurde Dichlordiphenyltrichlorethan entwickelt, be­kannt geworden unter dem Namen DDT.

Diese beiden Innovationen haben den Kampf gegen Malaria stark vorangebracht. Die Existenz dieser beiden „Wundermittel“ veranlasste die Weltgesundheits- organisation (WHO) im Jahr 1955 dazu, das „Global Malaria Eradication Programme“ zu starten. Ziel war die komplette Auslöschung der Krankheit innerhalb von zehn Jahren.

Als Folge wurden Wohnungen und Häuser mit DDT besprüht und Chloroquin in großem Umfang verteilt. Selten zuvor hatte die Menschheit eine internationale Gesundheitsinitiative solchen Ausmaßes erlebt.

Malaria ist anpassungsfähig

Malaria tötet mehr Menschen als AIDS

Die Kampagne war zunächst erfolgreich. In den USA beispielsweise wurde die Krankheit fast vollständig ausgerottet. Niemand hatte jedoch erwartet, dass sie mancherorts so viel Widerstand bot - in tropischen Gebieten erschien sie gar unausrottbar.
Das Programm verschlang derart viele Ressourcen, dass es im Jahr 1969 offiziell beendet wurde. Als Folge trat Malaria in den Gebieten, in denen sie bis zu dem Zeitpunkt zurückgegangen war, wieder verstärkt auf. Zumindest in Afrika blieb die Krankheit endemisch, also regional beschränkt, da die WHO mit einigen kleineren Projekten dort lediglich an der Oberfläche des Problems gekratzt hatte. Darüber hinaus wurde DDT aufgrund seines verheerenden Einflusses auf die Umwelt verboten.

Zudem stellte man fest, dass die Erreger schnell eine Resistenz gegen die unterschiedlichen Malariamittel aufbauten. Der Erreger passt sich den Medikamenten durch ständige Mutation an, weshalb nahezu alle herkömmlichen synthetischen Medikamente inzwischen mehr oder weniger wirkungslos geworden sind. Viele Menschen hoffen nun auf die Entdeckung des ultimativen Malariamittels – einen Impfstoff, der alle Menschen gegen den tödlichen Parasiten immunisiert. Leider bleibt die Entwicklung eines solchen Serums unwahrscheinlich, denn einen Impfstoff gegen Malaria zu entwickeln ist aus den ge­nannten Gründen schwierig.

Neue Initiativen

Mittlerweile gibt es erneut eine Krisensituation, denn in vielen tropischen Gebieten steigt die Zahl der Malariafälle stetig an. Die Gründe dafür sind vielfältig: Ineffiziente Malariastrategien, Migration und eine allgemein schlechte gesundheitliche Versorgung. Malaria wirkt nicht nur zerstörerisch auf Familien und ganze Gemeinden, die Krankheit behindert auch ganz entscheidend die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas. Denn eine intakte nationale Wirtschaft beruht wesentlich auf einer gesunden Bevölkerung. Im Kampf gegen die Seuche bilden sich vermehrt Initiativen, ein Grund warum die WHO der Bekämpfung von Malaria oberste Priorität einräumt und sich das Spendenvolumen von Unternehmen wie ExxonMobil seit 2003 verdoppelt hat.

Die internationale Zusammenarbeit, äußerst notwendig im Kampf gegen Malaria, hat sich ebenso enorm verstärkt. Die Initiative „Roll Back Malaria“ (RBM) ist nur ein Beispiel dieser weltweiten Kooperationen. Ihr Ziel: Bis 2010 die Auswirkungen der Malaria um 50 Prozent zu reduzieren. Mit vereinten Kräften sammeln und kombinieren die teilnehmenden Akteure alle sämtlichen bisher bestehenden Strategien und Therapeutika – angefangen bei der traditionellen chinesischen Medizin bis hin zu Insektiziden und Kombipräparaten, denn oft sind es die einfachen Heilmittel in Kombination mit schneller medizinischer Hilfe, die Leben retten können.

Africa Health Initiative

Malaria tötet mehr Menschen als AIDS

Im Jahr 2000 rief die ExxonMobil Foundation das Gesundheitsprogramm „Africa Health Initiative“ ins Leben. Das Programm unterstützt Projekte, die sich mit der Prävention, der Kontrolle und der Behandlung von Malaria beschäftigen. Seitdem hat ExxonMobil mit fast 100 Millionen US-Dollar diverse Malariaprojekte gefördert – weitere zehn Millionen Dollar kommen allein in diesem Jahr hinzu. Zu den Maßnahmen, die ExxonMobil unterstützt, zählt auch das einfache Moskitonetz, das mit Insektiziden imprägniert wird und so noch effizienter wirken kann. Durch diesen kostengünstigen und einfachen Schutz konnte die Kindersterblichkeit in den betroffenen Ländern nachweislich um 20 Prozent gesenkt werden. Ein erfolgreicher und günstiger Schutz: Nur sechs Euro kostet ein solches Netz, das Leben retten kann. Hauptsächlich an schwangere Frauen und Kleinkinder ausgegeben, hilft es, den Erreger einzudämmen und langfristig für eine gesündere und letztlich wohlhabendere Welt zu sorgen.

Ausgezeichnete Malariaprophylaxe

ExxonMobil engagiert sich nicht nur in den gefährdeten Gebieten, sondern sorgt auch bei Dienstreisen der eigenen Mitarbeiter vor. Mit Hilfe eines Präventionsprogramms sollen Kolleginnen und Kollegen, die berufsbedingt in die betroffenen Länder reisen, vor einer Infizierung geschützt werden. Zur medizinischen Vorsorge, die vor einer solchen Reise notwendig ist, gehören neben einem allgemeinmedizinischen Check und Impfungen auch eine umfassende Malariaprophylaxe. Dabei wird jeder reisende Mitarbeiter angehalten, Malariamedikamente einzunehmen und sich regelmäßigen Untersuchungen zu unterziehen. Eigenverantwortung wird ebenfalls groß geschrieben: So muss vor Reiseantritt auf der Intranetseite von ExxonMobil ein sogenanntes Malariavisum erworben werden, das in einem 20-minütigen Kurs alle Vorsorgemaßnahmen vermittelt. Im Reisegepäck sorgen außerdem ein Selbstdiagnose- und ein Selbstbehandlungs-Kit für höhere Sicherheit und ermöglichen sofortige Maßnahmen.



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