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Ziel: „More brain per barrel“ für die Energie der Zukunft
„Damit wird unsere TU zu einer global agierenden Forschungs- und Bildungseinrichtung“, erklärte Institutsleiter Prof. Dr. Kurt M. Reinicke, der den Hörsaal in Gegenwart von 60 Gästen – Lehrenden und Studenten sowie Vertretern aus Wirtschaft und niedersächsischer Landesregierung – für die Universität entgegennahm. „Gemeinsam mit unseren zwölf Partnerinstituten in aller Welt können wir unseren Studenten zum Petroleum Engineer jetzt ein noch attraktiveres Lehrangebot machen.“ Mit dreien dieser Partner – den Fachuniversitäten in Stavanger, Texas und Freiberg – steht die TUC ab sofort im direkten Teleteaching-Verbund. Ganze Vorlesungsreihen – gesprochenes Wort wie Lehrmaterialien – lassen sich jetzt elektronisch archivieren und von den Studenten jederzeit abrufen. Live-Dialog von Hörsaal zu Hörsaal und die gemeinsame Arbeit an Modellen und Experimenten überbrücken geographische Distanzen. Die Idee zur „Aufrüstung“ des Hörsaals, ein besonderes Anliegen von Professor Reinicke, habe ExxonMobil gerne aufgenommen, weil sie die eigene internationale Unternehmenskultur widerspiegele, so Gernot Kalkoffen. „Auch wir arbeiten in einem virtuellen Netzwerk, in dem offener Austausch, selbstverständlicher Umgang miteinander in englischer Sprache und Einsatz neuester Kommunikationstechniken zum Alltag gehören.“ Konsequente Nachwuchsförderung Denn die Zeit der „easy energy“ ist vorüber, da waren sich die Anwesenden mit Blick auf Zukunftsprognosen einig. „Für ExxonMobil als High-Tech-Unternehmen bedeutet dies, dass wir ständig flexible, hochqualifizierte Ingenieure und Wissenschaftler brauchen, um uns den komplexen technologischen Herausforderungen der zukünftigen Energieversorgung zu stellen“, sagte Kalkoffen. „Wir bringen das auf die Formel ‚more brain per barrel’.“ Die E&P-Industrie hat hier mit einem bundesweiten Trend zu kämpfen: Nur 15 Prozent der deutschen Hochschulabgänger haben einen technischen Abschluss. „Viel zu wenig für den Exportweltmeister Deutschland“, betonte Gernot Kalkoffen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat ExxonMobil ein umfassendes Konzept zur Förderung von Nachwuchs entwickelt und über Jahre konsequent ausgebaut. Schon bei Schülern setzt das Unternehmen an, um früh Interesse für technische Berufe zu wecken. Hierzu gehören der Zukunftstag für Jungen und Mädchen, die IdeenExpo und TectoYou im Rahmen der Hannover Messe sowie die Schulkooperation mit dem Gymnasium Sulingen. Die Förderung verschiedener Fachuniversitäten wie Clausthal und Hannover sowie Veranstaltungen zur Nachwuchswerbung – z.B. an der Montanuniversität Leoben oder der Bergakademie TU Freiberg – gehören ebenfalls zu dem Programm. Praktiker am Lehrpult „Mit diesem Ansatz zur Nachwuchsförderung haben wir Erfolg“, bilanzierte Kalkoffen. „So konnten wir in der letzten Zeit wieder eine ganze Reihe hervorragender Jungingenieure einstellen und ihnen spannende Aufgaben und frühe Projektverantwortung bieten.“ Parallel dazu erhöhte das Unternehmen in den letzten Jahren kontinuierlich die Zahl der Ausbildungsplätze, um den Bedarf an gutem Fachpersonal für den Betrieb der Anlagen zu decken. Mit einer Ausbildungsquote in Niedersachsen von 7,9 Prozent liegt ExxonMobil heute im Spitzenfeld der deutschen Industrie. Für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Niedersachsen und die Wirtschaftsentwicklung in ganz Deutschland wird es daher immer wichtiger, Energieindustrie und Wissenschaft zu venetzen: „Ich denke, wir setzen hier mit unserer praxisorientierten Kooperation zwischen ExxonMobil und der TU Clausthal ein gutes Zeichen“, so Gernot Kalkoffen. In Deutschland bietet neben der TU Clausthal nur die Bergakademie TU Freiberg ein Studienangebot für Erdöl- und Erdgastechnik. Den Clausthaler Studiengang tragen heute zwei Professoren, die von rund 15 Lehrbeauftragten aus der Industrie unterstützt werden, darunter auch einige ehemalige Mitarbeiter von ExxonMobil. „Als kleines Institut mit je 30 Bachelor- und Master-Studenten müssen wir ständig unser Profil schärfen, um uns zu differenzieren und wettbewerbsfähig zu bleiben“, erläuterte Prof. Dr. Hans-Peter Beck, Vizepräsident der TU Clausthal. „Unser Qualitätsmerkmal, auch gerade gegenüber den großen Ausbildungsstandorten, ist der unmittelbare Bezug zur Praxis und den Praktikern“.
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