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Kultur
Kultur Merkur 2000

'KulturMerkur 2000' für ExxonMobil


Die ExxonMobil Central Europe Holding GmbH ist Preisträger des KulturMerkur 2000, einer von der Hamburgischen Kulturstiftung und der Handelskammer Hamburg geschaffenen Auszeichnung für unternehmerische Kulturförderung, die ab 1999 jeweils an ein großes und ein kleines Unternehmen vergeben wird. Am 3. November 2000 nahm Jobst D. Siemer, Vorstandsvorsitzender der ExxonMobil Central Europe Holding GmbH, den Preis in Form eines silbernen Merkurstabs auf der Bühne des Deutschen Schauspielhauses von Kultursenatorin Dr. Christina Weiss und Präses der Handelskammer Nikolaus W. Schües entgegen.

Mit der Zuerkennung des KulturMerkur würdigte die siebenköpfige Jury - die Laudatio wurde von Ulrich Waller, Intendant der Hamburger Kammerspiele, vorgetragen - die langjährigen Kulturförderaktivitäten von Esso und Mobil. So verdankt das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe dem Unternehmen Esso langjährige Zuwendungen, wodurch die Anschaffung von Objekten und insbesondere in den letzten Jahren eine Reihe von Ausstellungen ermöglicht wurden, die besondere Akzente in der kulturellen Landschaft der Hansestadt setzten: die Retrospektive 'Popschock '68' (1998), 'Zwischen Marianne und Germania' mit Werken von Tomi Ungerer (1999) und die Foto-Ausstellung 'Herb Ritts' (2000).

Die Kulturförderung durch Mobil geht zurück auf das Jahr 1973. Die Ausstellung 'Kunst in Deutschland 1898-1973' anlässlich des 75-jährigen Firmenjubiläums war der Einstieg in eine kontinuierliche Förderung von Kunst und Kultur an mehreren Standorten, mit Schwerpunkt in Hamburg. Schon bald wurde das 'Mobil Pegasus Programm' zum Markenzeichen für die Mobil Kulturförderung. Ein besonderes Augenmerk galt stets dem Innovativen und der Jugend, ohne Traditionelles aus dem Auge zu verlieren. Aus der breiten Palette von Projekten im Zeichen des Pegasus in Hamburg seien hier nur erwähnt:

  • Die Ausstellungsreihe 'Standpunkte', in der sich 22 jüngere norddeutsche Künstler zwischen 1983 und 1989 in der Kunsthalle einem größeren Publikum vorstellen konnten.
  • Die jährlichen Frühjahrskonzerte der Jungen Deutschen Philharmonie in der Musikhalle seit 1979.
  • Eine Vielzahl von Ausstellungen im Museum für Kunst und Gewerbe - von der Plakatausstellung 'Images of an Era' zur 200-Jahr-Feier der USA über Lalique-Ausstellungen (Schmuck und Flacons) und der großen Retrospektive 'Pegasus und die Künste' bis hin zur Tiffany-Ausstellung anlässlich des Jubiläums '100 Jahre Mobil in Deutschland' im Jahr 1999.
  • Die Förderung als Hauptförderer des 'Internationalen Sommertheater Festivals' auf Kampnagel in den Jahren 1987 bis 1997 - kombiniert mit der Vergabe des 'Mobil Pegasus Preises', der im Jahr 1998 neu positioniert wurde und ab 1999 - dotiert mit 75.000 DM - an ein Hamburger Privattheater für herausragende Leistungen während einer ganzen Spielzeit vergeben wird.

Jobst D. Siemer wies in seinen Dankesworten darauf hin, dass "wir als guter Nachbar dem Staat bei seinen kulturellen Aufgaben unter die Arme greifen" wollen. Kultur bleibe allerdings primär eine öffentliche Aufgabe. Staatliche Hilfe dürfe nicht reduziert werden in der Erwartung, "die Wirtschaft wird's schon richten." Dennoch könnten Unternehmen "im Rahmen der gesetzten finanziellen Grenzen durchaus wichtige Beiträge" leisten. "Darüber hinaus denken wir auch an unsere Mitarbeiter. Indem wir ihnen Anregungen geben, sich verstärkt mit Kunst und Kultur zu befassen, bieten wir ihnen wertvolle Anstöße, die der Kreativität förderlich sind." Als wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Kulturengagement betonte er die Bereitschaft zur Kontinuität, die Bereitschaft zum Dialog mit den Kulturschaffenden und die Bereitschaft, der Kunst Freiräume zu gewähren, also den Prozess und nicht das Ergebnis zu fördern.

Die Gäste der Preisverleihungsveranstaltung hatten auf der Bühne Platz genommen. Dank dieser gelungenen Idee der Organisatoren hatten die Teilnehmer der Matinee die Chance, sich mit der Perspektive der Schauspieler vertraut zu machen und den Blick auf den traumhaft schönen, magisch erleuchteten Zuschauerraum zu genießen.

Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgten Künstler des Allee Theaters aus Hamburg-Altona, das erst im September 2000 den 'Pegasus Preis 2000' für Hamburger Privattheater bekommen hatte. Was lag näher, als Highlights aus der Händel-Oper 'Alcina' zu präsentieren, in die ein Teil des Preisgeldes geflossen war und deren Premiere erst zwei Tage zurücklag. In der Titelrolle erlebten die Gäste - wie das Premierenpublikum - die Sopranistin Barbara Zintl.

Preisverleihung
Strahlende Gesichter bei der Preisverleihung (v.l.n.r):
Sandra Issen, Hamburgische Kulturstiftung, mit der gerahmten Urkunde; Nikolaus W. Schües, Präses der Handelskammer Hamburg; Dr. Christina Weiss, Hamburger Kultursenatorin und Vorsitzende des Stiftungsrat der Hamburgischen Kulturstiftung; Jobst D. Siemer, Vorstandsvorsitzender der ExxonMobil Central Europe Holding GmbH, mit dem silbernen Merkur-Stab



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